Google und die Zukunft

02. September 2010

Heute Mittag war ich bei Google zum Lunch eingeladen. Dies an sich ist noch nicht bemerkenswert, abgesehen davon, dass die Google eigene Kantine bequemst auch für ein nettes Freitagabend Dinner zu gebrauchen wäre – nur den Rotwein konnte ich nirgends entdecken.

Beeindruckt haben mich drei Dinge:

1. Ein aufgeregter älterer Herr, der sich bei der geduldigen Dame am Empfang vergewissern wollte, dass durch die Fahrzeuge von Google (StreetView) sein Haus nicht zusätzlich VERMESSEN wurde. Trotz aller Bemühungen konnten ihm nicht alle Zweifel genommen werden – und ich frage mich, was das Probleme WÄRE, selbst wenn auf den Autos zusätzlich LASERSTRAHLEN zur Vermessung eingesetzt WÜRDEN. 

2. Die im Empfangsbereich an eine Wand projezierten (und gefilterten, wie ich erfuhr) realen Suchanfragen – Live. Da kann man stundenlang zusehen…

3. Das Wissen um die Zukunft des Internets. Allein durch die sich verändernden Suchanfragen erkennt Google schon Trends, bevor sie welche sind. So mag es vielleicht dahingehen, dass bei einer Suche nicht mehr Links auf irgendwelche Seiten erscheinen, sondern direkt das gesuchte Produkt mit Preisen und Erwerbsmöglichkeiten. Es ist vorstellbar, das bei einer Suche eines Fluges von NewYork nach Hamburg direkt entsprechende Flüge vergleichbar und buchbar gezeigt werden, und dies auch auf mobilen Geräten. Was wird das für Konsequenzen auf unser Leben haben? Wieviel Zeit verbringen wir jetzt mit Recherchen, und wie viel davon ist eigentlich Zeitverschwendung?

In der Tat ist es ja spätestens seit dem suchmaschienenoptimierten Wikipedia so, das offene Fragen durch das Internet in der Regel innerhalb kürzester Zeit meist fundiert beantwortet werden können. Bislang muss man sich dafür aber noch an eine Tastatur bemühen. Schon vor einem Jahr sah ich eine App (Heißt das bei Android auch so?) im Google Phone, mit der man ein Foto von einem Logo oder einem Etikett aufnehmen konnte – und schon Sekunden später gab es reichlich brauchbare Informationen dazu. Wenn man das mal weiterspinnt (Gebäude, Pflanzen, Gesichter, …), dann wird es sicherlich interessant. Vermeidbar ist es ohnehin nicht.

Für uns natürlich brennend interssant sind die Unmengen von Daten, die anfallen. Der Wettbewerb im ECommerce wird nicht weinger, Livestatistiken der Website (Stichwort Website Usebility) ermöglichen, schnell auf Veränderungen im Kaufverhalten zu reagieren. 

Ich bin gespannt auf die Entwicklungen – und habe keine Angst vor Google StreetView…

Herzlichst, Torsten Katthöfer

Kombination Teradata / Analysis Services

11. Juni 2010

Teradata ist eine extrem schnelle Datenbank, die eigens für den hochvolumigen DWH-Bereich entwickelt wurde. Die zugrunde liegende Architektur arbeitet massiv parallel, erfordert deutlich weniger administrative Aufwände als Oracle, kann während des laufenden Betriebes gespeist werden und ist voll skalierbar.

Trotzdem entscheiden sich einige Kunden bei der Wahl der zukünftigen Datenbank gegen Teradata. Die folgenden Argumente werden oft angeführt:

- Man hätte den Pre-sales-Argumenten bezüglich Performance und Wartung nicht geglaubt

- zu hohe Einstiegskosten

- keine BI-Werkzeuge dabei, nur reine Datenbank und mit dem Partner MicroStrategy möchte man nicht zusammenarbeiten

- Stattdessen bringt Microsoft’s SQL-Server die Analyse-Werkzeuge mit

Entscheidet man sich für SQL-Server 2008 R2, sind zwar gute Analyse-Werkzeuge enthalten, die sich zudem gut mit Sharepoint und MS Office integrieren lassen, doch im hochvolumigen Bereich kann das Prozessen der Cubes durchaus viel Zeit in Anspruch nehmen – es sei denn, dies wird über entsprechende Hardware verteilt.

Gibt es eine Möglichkeit, von jedem das Beste zu wählen? Ja, die gibt es.

Denn wer die komfortablen Microsoft Werkzeuge nutzen und gleichzeitig eine leistungsfähige Datenbank im Hintergrund halten möchte, kann SQL-Server 2008 Analysis Services mit Teradata verheiraten.

Statt wie in SQL-Server-Manier im Hintergrund MOLAP-caches aufzubauen, definiert man in Teradata leistungsfähige Aggregate Join Indexes auf den Detaildaten. Teradata, auf hohen Durchsatz getrimmt und für Parallelität gebaut, stellt dann die Daten schneller zur Verfügung, als gefordert. 

Die Verknüpfung geschieht auf üblichen Wegen:

  1. Im Analysis Services werden die Data Sources definiert. Für Teradata wählt man „.NET Data Provider for Teradata“
  2. Die Data Source Views werden im Solution Explorer ausgewählt und die Beziehungen definiert
  3. Die Cubes werden erstellt.

 Nun lassen sich die Microsoft-BI-Werkzeuge (Excel PowerPivot, MDX, Reporting Services mit Sharepoint, usw.) gegen die wohl schnellste Datenbank der Welt direkt ausführen. 

Übrigens läuft Teradata auf mehreren Serverbetriebssystemen wie Windows, Solaris, AIX, Suse, etc.

Referenzen:

http://www.eti.com/news/pr_ETI_HPC_Teradata_SSIS.pdf

http://www.teradata.com/tdmo/v07n02/Tech2Tech/AppliedSolutions/IntelligentPartnership.aspx

http://www.teradata.com/t/videos/teradata-microsoft-lloyds/

Olaf Waskewitz

ECommerce Analysis

06. Juni 2010

“ECommerce”- Unternehmen haben einen entscheidenen Vorteil zu Unternehmen, die Produkte auf herkömmliche Art vertreiben. Sie sind nämlich von Anfang an gezwungen gewesen, Daten vernüftig zu halten. Das ist aus BI-Sicht ganz hervorragend, da schon viele wesentliche strategische Kennzahlen direkt aus diesen Quellen, in der Regel irgendeine Form von Online-Shop, gewonnen werden können.

Da wir immer wieder mit Unternehmen dieser Kompetenz zu tun haben, war es an der Zeit, sich des Themas ECommerce-Analysis einmal gesondert anzunehmen. Wir haben einige Information dazu hier bereitgestellt: ECommerce-Analysis.

Übrigens: Mit dem Office 2010 und dem Excel-Powerpivot lassen sich ganz hervorragend Daten anlysieren – und das auch Offline.

Herzlichst,

Torsten Katthöfer

Google Analytics als Datenquelle – Teil 2

22. April 2010

Im ersten Teil dieser Serie habe ich versucht zu verdeutlichen, wie google sich eine Authentifizierung vorstellt und als Ergebnis dessen ein Token herausgibt, was für den weiteren Verlauf der Session benötigt wird.   

Nun ist es an der Zeit, Daten von google Analytics zu bekommen. Für die ”echte” Abfrage benötigt man die ProfilID des Profils, aus dem die Daten gelesen werden. Da sich diese ID an sich nicht ändert, braucht man sie nur einmal zu kennen, um sie als Parameter in die Anfrage einzufügen. Um sie aber zu kennen, muss man sie zumindest einmal gesehen haben – was zweck dieses Teil 2 ist.   

Es folgen zwei Funktionen. Die erste Funktion führt den echten Webrequest aus und konvertiert den zurückgebenen Text so, dass er später einfacher zu interpretieren ist:

GArequestResponseHelper

Die zweite Funktion erstellt die URL zur Abfrage der Daten und retourniert eine Liste mit Profilnamen und ID’s:   

getAccountInfo

Aufgerufen wird dann lediglich die Funktion getAccountInfo, gefüttert mit den Parametern Token und Mode:

Dim Token As String
Dim profiles As NameValueCollection
Public Enum mode
  ClientLogin
  AuthSub
End Enum


profiles = getAccountInfo(Token, mode.ClientLogin)
MsgBox(profiles.GetKey(1) + ": " + profiles.Get(1))

Um die Messagebox kann man natürlich auch eine Schleife bauen, um alle Profile zu zeigen – hier soll exemplarisch ein Profil ausreichen.

Msgbox in Google Analytics als Datenquelle – Teil 2

Im nächsten Teil rufen wir dann echte Analytics Daten ab. Das “große Ganze”, also den kompletten Source Code, gibts übrigens im letzten Teil.

Sonnige Grüße,

Torsten Katthöfer

Google Analytics als Datenquelle – Teil 1

13. April 2010

Google Analytics ist als analytisches Werkzeug für Online Marketing kaum wegzudenken. Es kostet nix, die Möglicheiten sind enorm – und es hat eine API, welche so ziemlich alles ausspucken kann, was die Google Analytics eigenen Berichte zu zeigen im Stande sind.     

Ich werde nun in vier Teilen erläutern, wie man mit dem Script Task der Integration Services (SSIS 2008) und VB beliebige Daten aus der Google API extrahiert.    

Im Wesentlichen sind dabei vier Herausforderungen zu meistern:    

  • Authentifizieren
  • Profilinformationen und ProfilID lesen
  • Query erzeugen, abschicken und das resultierende XML empfangen
  • XML in ETL-fähigen Datenstrom wandeln

  

Teil 1 - Grundlagen und Authentifizierung    

 ETL1 in Google Analytics als Datenquelle - Teil 1Als Grundlage legen sie (natürlich) einen Datenflusstask an und dort einen Script Task als Datenquelle rein. Da wir in diesem Beispiel mit VB arbeiten, achten Sie beim  ersten öffnen des Tasks darauf, dass die Script Language in dem Skript-Tab direkt auf “Microsoft Visual Basic 2008″ ändern – diese Änderung ist später nicht mehr möglich. Dann fügen Sie unter Eingaben / Ausgaben eine Ausgabe hinzu - vielleicht “AnalyticsData”.  

Dieser Ausgabe müssen noch Spalten hinzugefügt werden – im Moment ist eine beliebige Spalte ausreichend. Nun fügen Sie im Datenfluss noch eine Datareader Destination ein und verbinden Quelle mit Ziel.

Nun fügen Sie folgende Funktion unter dem Ende der Public OverridesCreateNewOutputRows() (hier werden später die Ergebnisszeilen erzeugt) ein:

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Steht die Zukunft in den Sternen oder liegt sie in der Wolke?

25. Februar 2010

Einer der Hypes in der IT-Industrie in den letzten Jahren war das “Cloud” Computing. Es heisst nicht nur “Wolken” Computing, es ist auch ein wolkiger Begriff – unter dem verschiedene Marktteilnehmer viele verschiedene Dinge verstehen.

An dieser Stelle kommt jetzt keine Diskussion über diese verschiedenen Definitionen, aber ein Hinweis auf ein anderes Schlagwort: “IT aus der Steckdose”. Dieser Begriff trifft das Versprechen das hinter Cloud Computing steht, aus meiner Sicht viel besser. IT-Leistungen sollen sofort verfügbar und an den Bedarf anpassbar sein, der Nutzer muss sich nicht um den Aufbau und den Betrieb der Infrastruktur kümmern, die Leistung selbst wird standardisiert. Mit anderen Worten, Investitions- und Fixkosten fallen praktisch nicht an, die Kosten sind transparent und abhängig von der tatsächlich genutzten, messbaren Leistung – Speicherplatz, Anzahl Transaktionen, Anzahl User oder ähnliches, je nach Anwendungsbereich.

Der Hype um das “Cloud Computing” hat nachgelassen und bietet heute die Chance für eine realistische Betrachtung. Cloud Computing wird eines von verschiedenen IT-Betriebsmodellen sein. Zwar wird es immer Platz und Bedarf für individuelle Lösungen geben. Aber besonders bei Standardapplikationen – vom Mail-System bis zur ERP-Software – wird die IT aus der Steckdose einen beachtlichen Marktanteil erringen.
Gerade für kleinere bis mittlere Unternehmen bietet sich damit die Chance, die intern häufig mehr schlecht als recht durchgeführten IT-Leistungen abzugeben und sich tatsächlich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren.

Genau aus diesem Grund hat jetzt auch Seaboard das Cloud Computing für sich “entdeckt” und ist Nutzer und auch Vertriebspartner der Microsoft “Business Productvity Online Services” geworden. Vor allem die Sharepoint Nutzung steht hier für uns im Vordergrund. Mit einer bundesweit verteilten Mitarbeiterschaft ist es für uns wichtig, dass alle unsere Mitarbeiter einen einfachen, stabilen und sicheren Zugriff auf wichtige Unternehmensdaten und – dokumente haben. Den haben wir innerhalb eines Tages mit Sharepoint Online realisiert. Wir planen die Möglichkeiten, die die Cloud heute schon bietet, für uns fortlaufend auszubauen.

Ein Teil unserer Zukunft liegt also in der Wolke.

Herzlichst,

Matthias Wedig

Virtually Unstoppable

17. Februar 2010

A friend insists that we’ll only know the recession is over when software vendors no longer start every whitepaper with the phrase “In these tough economic times …” It may be as reliable an indicator as any.

Meanwhile, in these tough economic times, I often read of factories suffering so badly that they are “operating at only 50% of capacity.” For a manufacturing plant, such low utilization is a disaster. So, gentle reader, what do you think would be the average utilization of your data center’s capacity? Nothing like 50%, that’s for sure. Typical enterprise servers run at about 10% utilization according to a recent McKinsey report. They may, just may, be able to reach as high as 35% with a concerted effort.

There are many good excuses for this situation, with both business and technical justifications. Enterprise applications on the same server do not always play together nicely. One will demand all the memory it can get, sulking unresponsively in a corner if it can’t get it; another will push over less aggressive applications in order to grab more CPU. In the SQL Server world, we’re working on that continuously, with every version adding better resource governance and management. (See http://bit.ly/ss2008rg  for specific information about SQL Server 2008.) Then again, these same applications are often mission-critical and it is business requirements which force us to isolate them: from the risk of downtime, or other disruptions. Approaching our problems in this way, it’s quite easy to add a new server for this app, and another server for that one, and sure enough, the result is soon 10% utilization.

It won’t do. There’s a capital cost, and fixed running costs, for every server we add, not to mention the environmental considerations of wasted energy and resources that weigh heavily on many of us, recession or not. I have visited datacenters in emerging economies from Egypt to China where simply having enough power available is a problem and resource management is imperative.

In the database world, we have traditionally approached these problems by running multiple native instances of servers on the same box. This can indeed consolidate hardware and reduce costs. Nevertheless, IT managers and DBAs are increasingly looking to virtualization. Why? There are numerous advantages. For example, with virtualization each application can have a dedicated, rather than shared, Windows instance: especially useful for mixed workloads; and with virtualization, instances are limited only by the capacity of the machine, rather than the native 50-instance limit.

 SQL Server 2008 works exceptionally well with Windows Server 2008 R2 and Hyper-V to deliver effective virtualization. In SQL Server 2008 R2 (shipping in the first half of 2010) we will support up to 256 logical processors on that platform to scale those solutions even further. There are some great scenarios for this. Business Intelligence applications such as Analysis Services and Reporting Services are prime candidates, especially when mixed BI and operational workloads peak at different times. Virtualization has other benefits for the database user: for example, the lifecycle from development to test to production becomes easier to manage with a consistent, virtualized, environment.

It’s really worth considering virtualization, and building up your understanding of the technology and requirements. There’s a great whitepaper at http://bit.ly/sqlcatvirtual with sound advice and background for any SQL Server 2008 DBA considering this technology. Good material to have to hand, in these tough economic times.

Quelle: Donald Farmer (Microsoft Principal Program Manager for Microsoft SQL Server), Artikel

Umfrage unter Hamburger Unternehmen

03. Februar 2010

Welche IT-Innovationen sind für Hamburger Handels- und Logistikunternehmen wichtig? Eine Umfrage unter Firmen der Hansestadt brachte Klarheit.

Das Wichtigste, was IT-Projekte aus Sicht der Befragten leisten sollten, ist eine Steigerung der Effizienz. So antworteten 83 Prozent der Unternehmen auf die Frage nach dem Nutzen ihres derzeit wichtigsten IT-Projektes. Mehr als 60 Prozent erwarten zumindest eine Zeitersparnis. Doch bei den Umfrageteilnehmern gibt es auch Unterschiede, je nachdem ob die Firmen im Handel oder in der Logistik tätig sind: Handelsbetriebe streben oft eine Vereinheitlichung der Systeme an (51 Prozent), während deutlich mehr Logistiker, nämlich 72 Prozent, mit ihren IT-Projekten eine bessere Transparenz erzielen wollen. Auch bei der Einschätzung, in welchen Bereichen am meisten Potenzial für Effizienzsteigerungen steckt, unterscheiden sich die beiden Branchen: Die Umfrageteilnehmer aus dem Handel setzen mehrheitlich auf IT-Lösungen mit einfacher Bedienbarkeit (64 Prozent). Dagegen sieht die Logistikbranche in einer verbesserten Kommunikation zwischen den verschiedenen Abteilungen das größte Potenzial für mehr Effizienz (71 Prozent), aber auch in der Prozessintegration über Unternehmensgrenzen hinaus (62 Prozent).

E-Business wird von den Befragten der Handelsbranche bereits in den Bereichen Marketing und Vertrieb (43 Prozent) sowie im Einkauf (30 Prozent) umgesetzt, also vor allem im Kontakt mit Kunden und Lieferanten.In Zukunft erwarten die Befragten, dass EBusiness auch im Bereich der administrativen Aufgaben (29 Prozent) ein Thema werden wird.

Doch es gibt auch negative Erfahrungen bei der Umsetzung von ITProjekten. Bis auf wenige Ausnahmen haben alle Befragten aus Handel und Logistik diverse Schwachstellen ausgemacht. Björn Castan von der United Research AG ist Leiter der Projektgruppe des Handelskammer-Ausschusses für E-Business, die die Umfrage durchgeführt und die Ergebnisse auch ausgewertet hat. Angesprochen auf die Kritikpunkte der befragten Betriebe, sagt er: “Die Teilnehmer aus dem Handel bemängeln häufig eine wenig nutzerfreundliche beziehungsweise fehlerhafte Software. Nicht optimale Ergebnisse von IT-Projekten werden zudem auf mangelnde Planung beziehungsweise schlechtes Projektmanagement sowie darauf zurückgeführt, dass der Aufwand für ein Projekt unterschätzt wurde.” Die Teilnehmer aus der Logistikbranche nennen ebenfalls schlechtes Projektmanagement als Grund für unzureichende Ergebnisse bei ihren IT-Projekten, darüber hinaus aber auch eine zu lange Umsetzungsdauer und eine nicht optimale Testphase.

Demgegenüber stehen die Anforderungen, die seitens der Betriebe an die IT-Dienstleister gestellt werden. Die Befragten haben ganz konkrete Vorstellungen davon, was sie von ihren IT-Dienstleistern erwarten und welche Kompetenzen diese mitbringen sollen. “Die drei zentralen Anforderungen, die an die Kompetenzen eines IT-Anbieters gestellt werden, sind kurze Reaktionszeiten, eine breite Beratungskompetenz sowie eine hohe Serviceverfügbarkeit”, erläutert Björn Castan. Dagegen stellt die Mehrheit der Befragten (mehr als 60 Prozent) keine besonderen Anforderungen an die Mitarbeiterzahl eines IT-Anbieters. Er sollte allerdings bereits drei Jahre oder länger am Markt existieren, sagen 42 Prozent der Logistik- und 49 Prozent der Handelsbetriebe. Ein uneinheitliches Bild ergibt sich bei der Frage nach dem Standort des Dienstleisters: Aus Sicht von 30 Prozent der Befragten sollte der IT-Anbieter mindestens eine Dependance in der Metropolregion Hamburg haben. Doch für etwa ein Viertel der Befragten spielt der Standort ihres Dienstleisters keine Rolle.

Spezifische Branchenlösungen erwarten deutlich mehr Logistik- als Handelsunternehmen: 68 Prozent der befragten Logistiker wünschen sich vom IT-Anbieter spezielle, auf sie zugeschnittene Lösungen, während es bei den Handelsbetrieben nur 39 Prozent sind. Die Frage, auf welchem Weg sie ihren IT-Dienstleister ausgewählt haben, beantworten die Umfrageteilnehmer ebenfalls uneinheitlich: Zwar ist die Mehrzahl durch persönliche Empfehlung beziehungsweise durch Kontakte auf ihren Anbieter aufmerksam geworden. Das gaben 69 Prozent der Handelsbefragten und 75 Prozent der Logistiker an. Der Handel recherchiert Anbieter jedoch häufiger als die Logistikunternehmen im Internet (51 Prozent), die Logistiker setzen dagegen stärker auf Messen und Konferenzen (40 Prozent).

Quelle: Hamburger Wirtschaft 02/10, Tanja Martens (Handelskammer Hamburg) – Artikel als PDF

Skalierbarkeit als DWH-Kriterium

20. Januar 2010

Standen in den vergangen Jahren noch Datenqualitätsprobleme im Vordergrund, so ist es heutzutage die Frage nach der Skalierbarkeit von Data-Warehouse-Lösungen.

Während auf der einen Seite der Anwenderkreis wächst, werden immer mehr Daten aus unterschiedlichen Quellen eingespeist. Auch die Auswertungen werden komplexer und somit die Menge an Daten, die bei einer Analyse durchforstet wird. Die bestehenden Server sind ausgelastet und die Speichermedien voll. Oftmals wachsen dann noch die Ansprüche an die Datenaktualität.

Es stellen sich immer wieder die gleichen Fragen: Welche Lösungen bietet mein Hersteller, damit ich wachsen kann? Was sind die Kosten? Kann ich linear wachsen oder muss ich eine größere Investition tätigen?

Die bekannten Hersteller haben die Situation erkannt und bieten unterschiedliche Lösungen.

Teradata
Marktführer im oberen Terabyte- und Petabyte-Bereich ist die Firma Teradata. Teradata bietet schon seit dreißig Jahren eine linear skalierbare Shared-Nothing-Architektur an. Jede hinzugefügte Rechenleistung steht dem Data Warehouse im vollen Umfang zur Verfügung. Sowohl Daten als auch Rechenleistung wird gleichmäßig verteilt. Alle bestehenden Programme laufen weiter, Engpässe gibt es nicht. Zwischen den Knoten sorgt ein doppelt gefaltetes Baynan-Netzwerk für optimalen Durchsatz. Bei Teradata erfolgt im Prinzip nur noch ein Fine-Tuning dieser etablierten Technik. Der Umstieg vom proprietären NCR-Unix auf SUSE soll dabei schon 20% Performance gebracht haben. Ferner wurde das Interconnect noch schneller und die Lage der Daten auf den physikalischen Platten berücksichtigt. Außerdem können Datenmassen nun auch im laufenden Betrieb eingeschleust werden. Wichtig ist auch die neue Preispolitik, welche es kleineren Unternehmen ermöglicht, hiervon zu profitieren. Zudem bietet Teradata Migrationsstrategien von Oracle nach Teradata.

Oracle
Oracle wurde als OLTP-Datetnbank bekannt. Seit einigen Jahren gibt es Bestrebungen, Oracle für den Data Warehouse-Bereich gängig zu machen. Im Gegensatz zum OLTP, wo einige wenige Datensätze schnell im Zugriff sein müssen, kommt es im Data Warehouse-Bereich vor allem auf die Analyse von Massendaten und somit auf Durchsatz an. Da die von Oracle eingesetzte SMP-Architektur keine lineare Skalierbarkeit ermöglicht, reduziert Oracle’s neues Produkt ExaData in erster Linie unnötigen Datentransfer zwischen Platten und DBMS. Dies erfordert allerdings den Kauf neuer dedizierter Hardware. Damit verbunden sind Migrationsprojekte, welchen das Budget schmälern. Oracle versucht also mit viel Hardware, den Architekturfehler auszugleichen.

Microsoft
Typisch für Microsoft ist die leichte Bedienbarkeit der Datenbanksoftware und der Entwicklungswerkzeuge. Microsofts SQL-Server ist, wie Oracle, von der klasssichen SMP-Architektur, welches keine lineare Skalierbarkeit zulässt, aber im OLTP-Bereich gut geeignet ist. Microsoft hat dieses Manko erkannt. Mit dem Kauf von DATAllegro wird Microsoft zukünftig eine Shared-Nothing-Architektur anbieten können, wodurch ein Data Warehouse quasi unbegrenzt linear wachsen kann. Die Integration der DATAllegro-Architektur in den SQL-Server ist für die erste Kalenderhälfte von 2010 unter dem Arbeitsnamen „Project Madison“ geplant. Das Produkt wird als „Microsoft SQL Server 2008 R2 Parallel Data Warehouse“ auf den Markt kommen. Kunden, die jetzt schon auf Microsoft setzen, werden zukünftig davon profitieren können. Im Gegensatz zu Teradata und Oracle läuft Microsoft SQL-Server allerdings nur auf Microsoft-Betriebssystemen.

Literatur: Links zu relevanten Hintergründen für Teradata, Oracle, Microsoft

Olaf Waszkewitz

Kooperation weiter ausgebaut

08. Januar 2010

Die schon länger währende Zusammenarbeit mit Klaus Löffelmann + Team, auch bekannt unter ActiveDevelop, ist nun zu einer strategischen und technologischen Partnerschaft ausgebaut worden.

Zusätzlich zu unserer eigenen Partnerschaft mit Microsoft haben wir nun über Klaus Löffelmann, nunmehr von Microsoft ausgezeichneter MVP, einen direkten Draht zu den Entwicklungsteams von Microsoft in Redmond.

ActiveDevelop entwickelt seit über 20 Jahren Software für den Mittelstand und hat sich auf folgende Dienstleistungen spezialisiert:

  • Softwareentwicklung
  • Migrationsprojekte Visual Basic 6 zu Visual Basic .NET
  • Lokalisierungen
  • Schulungen in .NET-Technologien (C#, Visual Basic, .NET, SQL Server, Team Foundation)
  • Coaching/Betreuung von Entwicklungsprojekten

Seit dem Jahre 2003 trägt das ActiveDevelop-Team darüber hinaus nicht nur mit eigenen Publikationen zum Produkt-Portfolio von Microsoft Press bei, sondern kümmert sich dort auch um viele Titel hinsichtlich des typografischen Satzes und der fachlichen Richtigkeit (Fachlektorat).

Außerdem führen die Entwickler des Teams Webcasts (Online-Schulungen über das Internet) für Microsoft zu verschiedenen Themen durch. Mit Codeclips.de stellt ActiveDevelop zusätzlich eine wissensreiche Quelle mit weiteren Lernvideos und Webcasts Online zur Verfügung.

Wir freuen uns über die nun noch intensivere Zusammenarbeit.

Herzlichst, Torsten Katthöfer


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