Archiv für die Kategorie ‘Consulting’

Migration von SQL Server 2000 DTS-Packages – es wird Zeit

Mittwoch, 18. April 2012

ETL-Strecken, die mit SQL Server 2000 DTS-Packages realisert und noch produktiv sind, bedürfen neuer Aufmerksamkeit. Microsoft stellt zum 9. April 2013 auch den “extended Support” des SQL Server 2000 SP4 (und damit aller SQL Server 2000 Versionen) ein.

Was heißt das? Will man den Betrieb von DTS-ETL-Stecken sicherstellen, muss auf eine höhere Version migriert werden, da Microsoft keine Bugs im Rahmen von Hotfixes oder Service Packs beheben wird. Bei der Migration in das Integration Services Format der SQL Server ab 2005 gibt es zwei Varianten:

1. Migration per Migrationsassistent. Die grundsätzliche Idee ist dabei, die alten DTS-Strecken in einem Task “DTS 2000-Paket ausführen” zu kapseln. Das funktiert in einem Großteil der Fälle – aber nicht in allen (Bekannte Probleme bei der DTS-Paketmigration). Abgesehen davon gibt es einige entscheidende Gründe, die gegen eine solche Migration sprechen. Technisch spricht die fehlende 64-Bit-Unterstützung schon dagegen, strategisch vor allem die unzeitgemäß schlechten Wartungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten sowie die Ausserachtlassung der aktuellen und effizienten Werkzeuge der Integration Services.

2. Klassisches Migrationsprojekt. Hier werden die ETL-Strecken fachlich analysiert und per aktueller SSIS-Technologie neu gebaut. Effiziente Werkzeuge reduzieren die Entwicklungszeit erheblich – bei gleichzeitig zukunftsicherer, deutlich effektiverer und supporteter Technologie.

Sollte bei Ihnen diese Thematik anstehen – sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Auch mit einem guten Rat…

Herzlichst,
Torsten Katthöfer

Anforderungsmanagement für Dummies – Teil 1

Mittwoch, 22. Februar 2012

Wer schon mal Software für ein Unternehmen entwickelt hat, kennt bestimmt folgenden Satz von Anwendern des Systems zu mindestens in ähnlicher Form – schlimmstenfalls direkt nach dem Produktivgang: „So kann ich damit nicht arbeiten, es fehlt doch die Möglichkeit, dass ich den Betrag/den Kündigungsgrund/die Folgeaktivität etc. manuell überschreibe. Das machen wir in über 50 Prozent der Fälle. Im alten System was das ganz einfach.“

Wenn diese Aussage nicht nur von einem besonders lernunwilligen und allem Neuen gegenüber verschlossenen Mitarbeiter kommt, sondern von vielen Anwendern, dann ist in der Analyse, Entwicklung oder Einführung der neuen Software gründlich etwas schief gegangen.

Ein klarer Fall für ein qualifiziertes Anforderungsmanagement von Projektbeginn an:

Im besten Fall mangelt es nur an Kommunikation mit den Anwendern über die Fähigkeiten des neuen Systems, das jetzt so gut ist, dass eben nicht über die Hälfte aller Geschäftsvorgänge manuell korrigiert werden müssen. Hier wurde wahrscheinlich nur bei der Kür des Anforderungsmanagements gepatzt. Im Idealfall können nämlich aus den aktuellen und korrekten Anforderungsdokumenten stimmige und aussagekräftige Anwenderdokumente oder Schulungsunterlagen gewonnen werden.

Im schlimmsten Fall hat das Anforderungsmanagement von Beginn des Projektes an, fortlaufend und grundlegend versagt oder es gab gar kein Anforderungsmanagement. Möglicherweise wurde eine zentrale Fähigkeit des alten Systems falsch eingeschätzt oder – ein häufiger Fall – sie wurde als so selbstverständlich angesehen, dass keiner darüber gesprochen hat.

In einer kleinen Serie möchte ich die grundlegenden Aufgaben eines qualifizierten Anforderungsmanagement aufzeigen, damit auch bisherige Neulinge auf diesem Gebiet die gröbsten Fehler vermeiden können.

Als zweiter Teil folgt in Kürze „Was macht eigentlich ein Anforderungsmanager?“.

Herzlichst,

Matthias Wedig


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