Archiv für Januar 2010

Skalierbarkeit als DWH-Kriterium

Mittwoch, 20. Januar 2010

Standen in den vergangen Jahren noch Datenqualitätsprobleme im Vordergrund, so ist es heutzutage die Frage nach der Skalierbarkeit von Data-Warehouse-Lösungen.

Während auf der einen Seite der Anwenderkreis wächst, werden immer mehr Daten aus unterschiedlichen Quellen eingespeist. Auch die Auswertungen werden komplexer und somit die Menge an Daten, die bei einer Analyse durchforstet wird. Die bestehenden Server sind ausgelastet und die Speichermedien voll. Oftmals wachsen dann noch die Ansprüche an die Datenaktualität.

Es stellen sich immer wieder die gleichen Fragen: Welche Lösungen bietet mein Hersteller, damit ich wachsen kann? Was sind die Kosten? Kann ich linear wachsen oder muss ich eine größere Investition tätigen?

Die bekannten Hersteller haben die Situation erkannt und bieten unterschiedliche Lösungen.

Teradata
Marktführer im oberen Terabyte- und Petabyte-Bereich ist die Firma Teradata. Teradata bietet schon seit dreißig Jahren eine linear skalierbare Shared-Nothing-Architektur an. Jede hinzugefügte Rechenleistung steht dem Data Warehouse im vollen Umfang zur Verfügung. Sowohl Daten als auch Rechenleistung wird gleichmäßig verteilt. Alle bestehenden Programme laufen weiter, Engpässe gibt es nicht. Zwischen den Knoten sorgt ein doppelt gefaltetes Baynan-Netzwerk für optimalen Durchsatz. Bei Teradata erfolgt im Prinzip nur noch ein Fine-Tuning dieser etablierten Technik. Der Umstieg vom proprietären NCR-Unix auf SUSE soll dabei schon 20% Performance gebracht haben. Ferner wurde das Interconnect noch schneller und die Lage der Daten auf den physikalischen Platten berücksichtigt. Außerdem können Datenmassen nun auch im laufenden Betrieb eingeschleust werden. Wichtig ist auch die neue Preispolitik, welche es kleineren Unternehmen ermöglicht, hiervon zu profitieren. Zudem bietet Teradata Migrationsstrategien von Oracle nach Teradata.

Oracle
Oracle wurde als OLTP-Datetnbank bekannt. Seit einigen Jahren gibt es Bestrebungen, Oracle für den Data Warehouse-Bereich gängig zu machen. Im Gegensatz zum OLTP, wo einige wenige Datensätze schnell im Zugriff sein müssen, kommt es im Data Warehouse-Bereich vor allem auf die Analyse von Massendaten und somit auf Durchsatz an. Da die von Oracle eingesetzte SMP-Architektur keine lineare Skalierbarkeit ermöglicht, reduziert Oracle’s neues Produkt ExaData in erster Linie unnötigen Datentransfer zwischen Platten und DBMS. Dies erfordert allerdings den Kauf neuer dedizierter Hardware. Damit verbunden sind Migrationsprojekte, welchen das Budget schmälern. Oracle versucht also mit viel Hardware, den Architekturfehler auszugleichen.

Microsoft
Typisch für Microsoft ist die leichte Bedienbarkeit der Datenbanksoftware und der Entwicklungswerkzeuge. Microsofts SQL-Server ist, wie Oracle, von der klasssichen SMP-Architektur, welches keine lineare Skalierbarkeit zulässt, aber im OLTP-Bereich gut geeignet ist. Microsoft hat dieses Manko erkannt. Mit dem Kauf von DATAllegro wird Microsoft zukünftig eine Shared-Nothing-Architektur anbieten können, wodurch ein Data Warehouse quasi unbegrenzt linear wachsen kann. Die Integration der DATAllegro-Architektur in den SQL-Server ist für die erste Kalenderhälfte von 2010 unter dem Arbeitsnamen „Project Madison“ geplant. Das Produkt wird als „Microsoft SQL Server 2008 R2 Parallel Data Warehouse“ auf den Markt kommen. Kunden, die jetzt schon auf Microsoft setzen, werden zukünftig davon profitieren können. Im Gegensatz zu Teradata und Oracle läuft Microsoft SQL-Server allerdings nur auf Microsoft-Betriebssystemen.

Literatur: Links zu relevanten Hintergründen für Teradata, Oracle, Microsoft

Olaf Waszkewitz

Kooperation weiter ausgebaut

Freitag, 08. Januar 2010

Die schon länger währende Zusammenarbeit mit Klaus Löffelmann + Team, auch bekannt unter ActiveDevelop, ist nun zu einer strategischen und technologischen Partnerschaft ausgebaut worden.

Zusätzlich zu unserer eigenen Partnerschaft mit Microsoft haben wir nun über Klaus Löffelmann, nunmehr von Microsoft ausgezeichneter MVP, einen direkten Draht zu den Entwicklungsteams von Microsoft in Redmond.

ActiveDevelop entwickelt seit über 20 Jahren Software für den Mittelstand und hat sich auf folgende Dienstleistungen spezialisiert:

  • Softwareentwicklung
  • Migrationsprojekte Visual Basic 6 zu Visual Basic .NET
  • Lokalisierungen
  • Schulungen in .NET-Technologien (C#, Visual Basic, .NET, SQL Server, Team Foundation)
  • Coaching/Betreuung von Entwicklungsprojekten

Seit dem Jahre 2003 trägt das ActiveDevelop-Team darüber hinaus nicht nur mit eigenen Publikationen zum Produkt-Portfolio von Microsoft Press bei, sondern kümmert sich dort auch um viele Titel hinsichtlich des typografischen Satzes und der fachlichen Richtigkeit (Fachlektorat).

Außerdem führen die Entwickler des Teams Webcasts (Online-Schulungen über das Internet) für Microsoft zu verschiedenen Themen durch. Mit Codeclips.de stellt ActiveDevelop zusätzlich eine wissensreiche Quelle mit weiteren Lernvideos und Webcasts Online zur Verfügung.

Wir freuen uns über die nun noch intensivere Zusammenarbeit.

Herzlichst, Torsten Katthöfer


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