Archiv für Februar 2010

Steht die Zukunft in den Sternen oder liegt sie in der Wolke?

Donnerstag, 25. Februar 2010

Einer der Hypes in der IT-Industrie in den letzten Jahren war das “Cloud” Computing. Es heisst nicht nur “Wolken” Computing, es ist auch ein wolkiger Begriff – unter dem verschiedene Marktteilnehmer viele verschiedene Dinge verstehen.

An dieser Stelle kommt jetzt keine Diskussion über diese verschiedenen Definitionen, aber ein Hinweis auf ein anderes Schlagwort: “IT aus der Steckdose”. Dieser Begriff trifft das Versprechen das hinter Cloud Computing steht, aus meiner Sicht viel besser. IT-Leistungen sollen sofort verfügbar und an den Bedarf anpassbar sein, der Nutzer muss sich nicht um den Aufbau und den Betrieb der Infrastruktur kümmern, die Leistung selbst wird standardisiert. Mit anderen Worten, Investitions- und Fixkosten fallen praktisch nicht an, die Kosten sind transparent und abhängig von der tatsächlich genutzten, messbaren Leistung – Speicherplatz, Anzahl Transaktionen, Anzahl User oder ähnliches, je nach Anwendungsbereich.

Der Hype um das “Cloud Computing” hat nachgelassen und bietet heute die Chance für eine realistische Betrachtung. Cloud Computing wird eines von verschiedenen IT-Betriebsmodellen sein. Zwar wird es immer Platz und Bedarf für individuelle Lösungen geben. Aber besonders bei Standardapplikationen – vom Mail-System bis zur ERP-Software – wird die IT aus der Steckdose einen beachtlichen Marktanteil erringen.
Gerade für kleinere bis mittlere Unternehmen bietet sich damit die Chance, die intern häufig mehr schlecht als recht durchgeführten IT-Leistungen abzugeben und sich tatsächlich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren.

Genau aus diesem Grund hat jetzt auch Seaboard das Cloud Computing für sich “entdeckt” und ist Nutzer und auch Vertriebspartner der Microsoft “Business Productvity Online Services” geworden. Vor allem die Sharepoint Nutzung steht hier für uns im Vordergrund. Mit einer bundesweit verteilten Mitarbeiterschaft ist es für uns wichtig, dass alle unsere Mitarbeiter einen einfachen, stabilen und sicheren Zugriff auf wichtige Unternehmensdaten und – dokumente haben. Den haben wir innerhalb eines Tages mit Sharepoint Online realisiert. Wir planen die Möglichkeiten, die die Cloud heute schon bietet, für uns fortlaufend auszubauen.

Ein Teil unserer Zukunft liegt also in der Wolke.

Herzlichst,

Matthias Wedig

Virtually Unstoppable

Mittwoch, 17. Februar 2010

A friend insists that we’ll only know the recession is over when software vendors no longer start every whitepaper with the phrase “In these tough economic times …” It may be as reliable an indicator as any.

Meanwhile, in these tough economic times, I often read of factories suffering so badly that they are “operating at only 50% of capacity.” For a manufacturing plant, such low utilization is a disaster. So, gentle reader, what do you think would be the average utilization of your data center’s capacity? Nothing like 50%, that’s for sure. Typical enterprise servers run at about 10% utilization according to a recent McKinsey report. They may, just may, be able to reach as high as 35% with a concerted effort.

There are many good excuses for this situation, with both business and technical justifications. Enterprise applications on the same server do not always play together nicely. One will demand all the memory it can get, sulking unresponsively in a corner if it can’t get it; another will push over less aggressive applications in order to grab more CPU. In the SQL Server world, we’re working on that continuously, with every version adding better resource governance and management. (See http://bit.ly/ss2008rg  for specific information about SQL Server 2008.) Then again, these same applications are often mission-critical and it is business requirements which force us to isolate them: from the risk of downtime, or other disruptions. Approaching our problems in this way, it’s quite easy to add a new server for this app, and another server for that one, and sure enough, the result is soon 10% utilization.

It won’t do. There’s a capital cost, and fixed running costs, for every server we add, not to mention the environmental considerations of wasted energy and resources that weigh heavily on many of us, recession or not. I have visited datacenters in emerging economies from Egypt to China where simply having enough power available is a problem and resource management is imperative.

In the database world, we have traditionally approached these problems by running multiple native instances of servers on the same box. This can indeed consolidate hardware and reduce costs. Nevertheless, IT managers and DBAs are increasingly looking to virtualization. Why? There are numerous advantages. For example, with virtualization each application can have a dedicated, rather than shared, Windows instance: especially useful for mixed workloads; and with virtualization, instances are limited only by the capacity of the machine, rather than the native 50-instance limit.

 SQL Server 2008 works exceptionally well with Windows Server 2008 R2 and Hyper-V to deliver effective virtualization. In SQL Server 2008 R2 (shipping in the first half of 2010) we will support up to 256 logical processors on that platform to scale those solutions even further. There are some great scenarios for this. Business Intelligence applications such as Analysis Services and Reporting Services are prime candidates, especially when mixed BI and operational workloads peak at different times. Virtualization has other benefits for the database user: for example, the lifecycle from development to test to production becomes easier to manage with a consistent, virtualized, environment.

It’s really worth considering virtualization, and building up your understanding of the technology and requirements. There’s a great whitepaper at http://bit.ly/sqlcatvirtual with sound advice and background for any SQL Server 2008 DBA considering this technology. Good material to have to hand, in these tough economic times.

Quelle: Donald Farmer (Microsoft Principal Program Manager for Microsoft SQL Server), Artikel

Umfrage unter Hamburger Unternehmen

Mittwoch, 03. Februar 2010

Welche IT-Innovationen sind für Hamburger Handels- und Logistikunternehmen wichtig? Eine Umfrage unter Firmen der Hansestadt brachte Klarheit.

Das Wichtigste, was IT-Projekte aus Sicht der Befragten leisten sollten, ist eine Steigerung der Effizienz. So antworteten 83 Prozent der Unternehmen auf die Frage nach dem Nutzen ihres derzeit wichtigsten IT-Projektes. Mehr als 60 Prozent erwarten zumindest eine Zeitersparnis. Doch bei den Umfrageteilnehmern gibt es auch Unterschiede, je nachdem ob die Firmen im Handel oder in der Logistik tätig sind: Handelsbetriebe streben oft eine Vereinheitlichung der Systeme an (51 Prozent), während deutlich mehr Logistiker, nämlich 72 Prozent, mit ihren IT-Projekten eine bessere Transparenz erzielen wollen. Auch bei der Einschätzung, in welchen Bereichen am meisten Potenzial für Effizienzsteigerungen steckt, unterscheiden sich die beiden Branchen: Die Umfrageteilnehmer aus dem Handel setzen mehrheitlich auf IT-Lösungen mit einfacher Bedienbarkeit (64 Prozent). Dagegen sieht die Logistikbranche in einer verbesserten Kommunikation zwischen den verschiedenen Abteilungen das größte Potenzial für mehr Effizienz (71 Prozent), aber auch in der Prozessintegration über Unternehmensgrenzen hinaus (62 Prozent).

E-Business wird von den Befragten der Handelsbranche bereits in den Bereichen Marketing und Vertrieb (43 Prozent) sowie im Einkauf (30 Prozent) umgesetzt, also vor allem im Kontakt mit Kunden und Lieferanten.In Zukunft erwarten die Befragten, dass EBusiness auch im Bereich der administrativen Aufgaben (29 Prozent) ein Thema werden wird.

Doch es gibt auch negative Erfahrungen bei der Umsetzung von ITProjekten. Bis auf wenige Ausnahmen haben alle Befragten aus Handel und Logistik diverse Schwachstellen ausgemacht. Björn Castan von der United Research AG ist Leiter der Projektgruppe des Handelskammer-Ausschusses für E-Business, die die Umfrage durchgeführt und die Ergebnisse auch ausgewertet hat. Angesprochen auf die Kritikpunkte der befragten Betriebe, sagt er: “Die Teilnehmer aus dem Handel bemängeln häufig eine wenig nutzerfreundliche beziehungsweise fehlerhafte Software. Nicht optimale Ergebnisse von IT-Projekten werden zudem auf mangelnde Planung beziehungsweise schlechtes Projektmanagement sowie darauf zurückgeführt, dass der Aufwand für ein Projekt unterschätzt wurde.” Die Teilnehmer aus der Logistikbranche nennen ebenfalls schlechtes Projektmanagement als Grund für unzureichende Ergebnisse bei ihren IT-Projekten, darüber hinaus aber auch eine zu lange Umsetzungsdauer und eine nicht optimale Testphase.

Demgegenüber stehen die Anforderungen, die seitens der Betriebe an die IT-Dienstleister gestellt werden. Die Befragten haben ganz konkrete Vorstellungen davon, was sie von ihren IT-Dienstleistern erwarten und welche Kompetenzen diese mitbringen sollen. “Die drei zentralen Anforderungen, die an die Kompetenzen eines IT-Anbieters gestellt werden, sind kurze Reaktionszeiten, eine breite Beratungskompetenz sowie eine hohe Serviceverfügbarkeit”, erläutert Björn Castan. Dagegen stellt die Mehrheit der Befragten (mehr als 60 Prozent) keine besonderen Anforderungen an die Mitarbeiterzahl eines IT-Anbieters. Er sollte allerdings bereits drei Jahre oder länger am Markt existieren, sagen 42 Prozent der Logistik- und 49 Prozent der Handelsbetriebe. Ein uneinheitliches Bild ergibt sich bei der Frage nach dem Standort des Dienstleisters: Aus Sicht von 30 Prozent der Befragten sollte der IT-Anbieter mindestens eine Dependance in der Metropolregion Hamburg haben. Doch für etwa ein Viertel der Befragten spielt der Standort ihres Dienstleisters keine Rolle.

Spezifische Branchenlösungen erwarten deutlich mehr Logistik- als Handelsunternehmen: 68 Prozent der befragten Logistiker wünschen sich vom IT-Anbieter spezielle, auf sie zugeschnittene Lösungen, während es bei den Handelsbetrieben nur 39 Prozent sind. Die Frage, auf welchem Weg sie ihren IT-Dienstleister ausgewählt haben, beantworten die Umfrageteilnehmer ebenfalls uneinheitlich: Zwar ist die Mehrzahl durch persönliche Empfehlung beziehungsweise durch Kontakte auf ihren Anbieter aufmerksam geworden. Das gaben 69 Prozent der Handelsbefragten und 75 Prozent der Logistiker an. Der Handel recherchiert Anbieter jedoch häufiger als die Logistikunternehmen im Internet (51 Prozent), die Logistiker setzen dagegen stärker auf Messen und Konferenzen (40 Prozent).

Quelle: Hamburger Wirtschaft 02/10, Tanja Martens (Handelskammer Hamburg) – Artikel als PDF


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